Thursday, June 14, 2007

Spitzbergen: 1000 year old glacier ice

By: Frank Fuchs, Zoo Rostock

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Wir haben gehört, dass sich in der nahe gelegenen Bucht Robben aufhalten. Jens Kube und ich gingen los, um diese Robben für die nächste Videokonferenz zu filmen und zu fotografieren. Trotz sehr guter Bedingungen (Ebbe und Sonnenschein) gelang es uns leider nicht, die Robben nahe vor die Kamera zu bekommen.

 

Wir versuchen trotzdem entsprechend erläuterdes und ausssagekräftiges Film- und Fotomaterial zu produzieren, um später die Möglichkeit zu haben entsprechende Präsentationen zusammen zu stellen.

 

Die Videokonferenz ist jetzt so eingefahren, dass wir zu den verabredeten Zeitpunkten vom Rostocker Zoo angerufen werden und dann hier vor Ort die Begrüßung der Zoobesucher starten.

 

Das wechselseitige Einspielen von verschiedenen digitalen Video- und Bildquellen hat sich gut bewährt. Insbesondere der Liveschwenk auf die grandiose Landschaft direkt aus dem Fenster vermittelt den Zoobesuchern einen schhönen Eindruck. Wir haben mit den Themen die hier vor der Station zu sehen sind, auch gleich den Einstieg in Videokonferenzgespräch.

 

Nach der Videokonferenz sind wir zu viert in Richtung Gletscher aufgebrochen. Die üblichen vorbereitenden Maßnahmen, wie das Packen der Notfall- und Eisbärenabwehrausrüstung, Informieren des „return watch“ und Beladen der Schneemobile mit Video- und Fotoausrüstung gehen uns jetzt schon flott von der Hand.

 

Die Schwierigkeit der heutigen Aktion besteht vor allen Dingen darin, dass wir Neulinge das erste mal mit dem Schneemobil in sehr bergigem Gelände unterwegs sind. Aber durch die fachkundige Anleitung von Jens Kube und Kim Nerås sind wir guter Hoffnung den Gletscher zu erreichen. Kim ist übrigens einer unserer Köche hier vor Ort der schon fünf Jahre hier lebt und arbeitet.

 

Da wir wie während unserer gesamten Exkursion immer Glück mit dem Wetter haben, gibt es auch diesmal wieder wilde Landschaft und tolle Ausblicke pur.

Die Fahrt über die Berge durch Täler und Schluchten hat nach anfänglichem Kribbeln im Bauch dann auch richtig Spaß gemacht.

 

Als wir dann vor dem Gletscher standen, hat es uns aber dann doch den Atem verschlagen. Die herrlichen Farben des Gletscher, die durch die direkt auftreffende Abend- bzw. Nachtsonne noch verstärkt wurden beindruckten uns sehr.

Nach vorsichtiger Annäherung standen wir dann direkt vor dem Gletscher und erlebten eine Art Ehrfurcht vor dem sich hier offenbarenden tausende Jahre altem Eis.

 

Das Eis des Gletschers srahlte in der Mitte in den verschiedensten Blau-, Grün und Türkistönen. Am Rand war der Gletscher durch Materialeinlagerungen grau-braun. Es ist erstaunlich welche Mengen von Geschiebe- und Geröllmaterial im Laufe der Zeiten transportiert und freigesetzt wurden. Die Berge, die vor dem Gletscher sind, scheinen solche Endmoränen zu sein.

 

Die verschiedenen Gletscher die hier aus den Bergen in die Täler und dann in das Meer fließen, haben sich ihre eigenen Wege geabahnt. Ein Beispiel dafür war der gefrorenen Gletscherfluss den wir zum Schluß besuchten.

 

An diesem Tag machten wir die Erfahrung wirklicher Kälte. Das heßt nicht nur wir, sondern auch die Akkus unser Kameras haben schnell an Wärme verloren.

 


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