Der deutsche Beitrag: Schwerpunktthema
Entwicklung und Einsatz innovativer Technologien
Die Gewinnung von Messdaten in den Polargebieten verlangt neben der Nutzung von Fernerkundungsverfahren und räumlichen und zeitlichen Einzelmessungen die Implementierung von großflächigen Beobachtungsnetzen. Diese lassen sich nur mit Hilfe von autonomen Beobachtungssystemen und im internationalen Verbund erstellen. Während autonome physikalische, geophysikalische, chemische oder biologische Beobachtungssysteme an sich schon große technische Herausforderungen darstellen, wird deren Einsatz in Polargebieten aufgrund der rauen Umwelt und der zum Teil ganzjährigen Eisbedeckung der polaren Meere wesentlich erschwert.
Im Rahmen des Polarjahres bilden folgende Entwicklungen von Systemen und Technologien einen Schwerpunkt:
- Schaffung autonomer geophysikalischer Beobachtungsplattformen/Observatorien (Seismologie, Positionierung, Magnetik, Meteorologie)
- Entwicklung und Einsatz driftender mariner Plattformen zur Langzeitbeobachtung atmosphärischer, eisbezogener, ozeanographischer und biogeochemischer Parameter
- Einsatz seismischer Sensoren auf driftendem Meereis und Eisbergen zur Untersuchung der Seismizität der polaren Ozeane
- Robotik zur Probennahme bzw. für in-situ-Analysen unter extremen Bedingungen und für Arbeiten in schwer zugänglichen Bereichen